Mitarbeiterinterview Projektleiter

 

1. Du bist bereits mehr als 15 Jahren im Unternehmen – wie bist du damals zu uns gestoßen?
A: Eigentlich mehr durch Zufall. Nach dem Durchforsten des Telefonbuchs, und dem Anschreiben aller Firmen die sich in der Region mit Automatisierungstechnik und Steuerprogrammierung befassten, bin ich aufgrund meiner Initiativbewerbung relativ rasch und unkompliziert auch von ESA kontaktiert und zum persönlichen Gespräch eingeladen worden. Kurze Zeit später, wurde ich auch schon eingestellt.

Mein Traum war es immer – nachdem es leider zum Lokführer nicht geklappt hat – in genauso einem Unternehmen wie ESA arbeiten zu können.

 

2. Wie siehst du rückblickend deine Entwicklung in der Firma?

A: Begonnen hatte ich damit Visualisierungen zu zeichnen, um in weiterer Folge den für unsere Firma klassischen Weg zu gehen. Ich programmierte Steuerungen, führte Inbetriebnahmen durch, und war dann irgendwann auch als leitender Verantwortlicher für diese Bereiche tätig. Derzeit ist es als Projektleiter meine Aufgabe, Gesamtprojekte und deren reibungslosen Ablauf zu realisieren.

Es war schön, dass ich miterleben durfte wie dieses Unternehmen gewachsen ist.

Eine Zeitlang war ich auch Abteilungsleiter der “Automatisierungstechnik“, da mich damals einfach die Herausforderung über einen zusätzlichen Verantwortungsbereich gereizt hatte. Man bekommt durch so eine Aufgabe doch etwas mehr Überblick über den Tellerrand hinaus, und so auch eine etwas relativierte Sichtweise über Abläufe, die das ganze Unternehmen betreffen. Du bist dann nicht nur ein Rädchen innerhalb der eigenen Abteilung, in diesem Fall eben in der Automatisierung, sondern auch eine wichtige Schnittstelle zu einigen anderen Abteilungen.

 

3.  Mit welchen Aufgabenbereichen bist du betraut, und welchen täglichen Herausforderungen stellst du dich als Projektleiter?

A: Als größte Herausforderung in der Projektleitung sehe ich die Kommunikation zwischen den Kunden, Betreibern, Lieferanten, usw. die alle auf unterschiedlichste Weise in ein Projekt einwirken.
Aber auch die Koordination und Kommunikation zu all den verschiedenen, internen Abteilungen ist wichtig. Hier gibt es ebenso viele unterschiedliche Aufgaben und manchmal auch Meinungen, die es zu managen gilt und wo trotz gelegentlichem Stress, ein kühler Kopf gefordert ist.

Am Ende des Tages sollten alle Beteiligten, auf kaufmännischer, technischer und organisatorischer Ebene zufrieden sein, und unsere Firma natürlich damit auch noch Geld verdienen.

 

4. Was hat sich seit deinem Beginn in der Firma verändert?

A: Abgesehen von der Firmengröße, ist die größte Veränderung die ich im direkten Vergleich zu meinen Anfängen beobachtet habe, eindeutig die Geschwindigkeit.

Der Zeitraum in dem man früher ein Projekt abgearbeitet hatte, war ein völlig anderer. Heutzutage ist einfach alles viel kurzfristiger.

Faxgeräte und das Festnetz-Telefon waren damals noch fester Bestandteil der Kommunikation. Jetzt ist das ganze dermaßen schnelllebig geworden. Die technische Landschaft verändert sich extrem schnell. Es wird immer wichtiger, sich an die Evolutionsschritte der Technik anzupassen. Man darf hier den Anschluss nicht verlieren, um mit der Konkurrenz mitzuhalten, oder noch besser, um im Idealfall der Konkurrenz immer einen Schritt voraus zu sein.

Es war schön, dass ich miterleben durfte wie dieses Unternehmen gewachsen ist.
ESA war von Beginn an international gefragt.
Begonnen haben wir mit einer Handvoll Leute in einem Zweifamilienhaus in Hart. Dort wurden noch in der Garage die Schaltschränke gebaut. Die Büros waren im Wohnzimmer und in der Stube.

Heute sind es bereits zwei riesige Gebäude hier in Viehdorf, in welchen derzeit annähernd 60 KollegInnen ihrer Arbeit nachgehen.

 

5.  Welche Projekte sind dir besonders positiv in Erinnerung geblieben?

A: Meine erste Inbetriebnahme! Die Anlage war in Deutschland. Eine biologische Abfallkompostierung.

Ich war damals erst 1½ Monate im Unternehmen, als mich unser Chef dann Ende Jänner gefragt hatte, ob ich mir zutraue am Montag nach Deutschland zu fahren und mit einer Inbetriebnahme zu beginnen.

Auf dieser Anlage hatte ich damals das Programmieren von Steuerungen erst so richtig gelernt.
Es war sehr motivierend, in der Schule gelernte Theorien im realen Arbeitsalltag zur Anwendung bringen zu können, sodass so eine komplexe Anlage dann auch wirklich funktioniert.

Es war schon eine ziemliche Herausforderung, auswärts, auf mich gestellt und eigenverantwortlich zu arbeiten.

Der Vor-Ort Einsatz dauerte dann insgesamt ein ¾ Jahr und war eine wirklich spannende Zeit für mich.

Auch ein weiterer Einsatz auf einer Anlage in Spanien ist mir noch sehr gut in Erinnerung geblieben.
Vor allem meine Englischkenntnisse konnte ich dort stark aufbessern. Ich weiß noch gut, dass ich damals sogar schon in Englisch geträumt hatte, da ich so lange vor Ort gewesen bin.

 

6. Was unterscheidet ESA von anderen Unternehmen?

A: Das wichtigste ist für mich auch heute noch das tolle Betriebsklima bei ESA.
Schon möglich, dass dies auch in anderen Firmen der Fall ist, aber nachdem ich vor meiner Zeit bei ESA nur ein Jahr in einem anderen Unternehmen gearbeitet habe, kenne ich aus eigener Erfahrung nichts Vergleichbares. Aber auch Erzählungen von Kollegen mit vielfältigeren Joberfahrungen bestätigen mir das immer wieder. Hier bei uns ist es viel persönlicher als in vielen anderen Firmen, was natürlich auch dem guten Betriebsklima zuträglich ist.

Unsere Firma sieht moderne Technologien stets als Herausforderung. Wir haben keine Angst davor – es gibt also kein „am Stand bleiben“.

Neue Technologien (sowohl Soft- als auch Hardware betreffend) werden immer relativ rasch eingesetzt. Wir sind es gewohnt uns zu verändern, das ist bei uns etwas ganz normales.

7. Was gefällt dir besonders an deinem Arbeitsumfeld/Verantwortungsbereich?

A: Abwechslung ist mir am allerwichtigsten. Die kommt auch nicht zu kurz, nachdem wir bei ESA kein Serienprodukt fertigen, sondern Sonderautomatisierungen machen.

Das Besondere ist in unserem Projektgeschäft, dass man zum Beispiel bei einem Projekt in der Umwelttechnik arbeitet und beim nächsten Projekt im Bergwerksektor, oder in der Lebensmittelindustrie.

In jedem Bereich gibt es ganz spezielle Anforderungen, wie die jeweilige Anlage zu bauen, bzw. zu programmieren ist und wie das Projekt als Ganzes abläuft. Diese Abwechslung ist es, die den Job so spannend macht. Auch wenn ich derzeit mehr auf der organisatorischen Seite tätig bin, und nicht mehr so sehr auf der technischen, wie zu Beginn.

Die Zusammenarbeit mit einigen langjährigen Kunden, wo man die Ansprechpartner gut kennt, und weiß wie man miteinander am besten umgeht, ist, wie wir umgangssprachlich sagen würden oft schon „a gmahte Wiesn“. In anderen Firmen ist es halt auf Dauer immer dasselbe, da fehlt dann irgendwann die Herausforderung. Der Job als Projektleiter bei ESA wird also nie langweilig.

 
veröffentlicht am 19.10.2015